Resolutionen

Döblinger Bezirksvertretung, 25.09.2014:
Resolutionsantrag  Neustifter Friedhof –   S/19/1355873/14

ÖVP mit Unterstützung FPÖ 

Gemäß § 24 der Geschäftsordnung für Bezirksvertretungen stellen gefertigte
Bezirksrätinnen und Bezirksräte in der Sitzung am 25.09.2014 folgenden
ANTRAG
Die Döblinger Bezirksvertretung möge beschließen:
Die Amtsführende Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr,  Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung, Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou, wird höflich ersucht, die geplante Verbauung der Friedhofsgärtnerei im Friedhof Neustift am Walde nicht durch eine Änderung der Flächenwidmung zu ermöglichen und dem Gemeinderat keinen Beschlussantrag vorzulegen.

Begründung:
Die geplante Verbauung des derzeitigen Friedhofareals liegt zwar im benachbarten Bezirk Währing hat jedoch auch Auswirkungen auf Döbling und gehört zur Katastralgemeinde Neustift am Walde. Der zusätzliche Verkehr belastet die engen, gewachsenen Straßenquerschnitte, die Verbauung zerstört wieder einen Teil des Grünareals in der Umgebung und belastet die in unmittelbarer Nähe befindliche Kleingartenanlage am Sommerhaidenweg.
Die geplante Umwidmungsfläche liegt im von der UNESCO im Juni 2005 international anerkannten Gebiet des „Biosphärenpark Wienerwald“. Eine Umwidmung des derzeit als „F“ (Friedhof) gewidmeten Gebietes in Bauland ist mit den Zielsetzungen des Wiener Biosphärenparkgesetzes nicht
vereinbar und würde einen Bruch dieses Gesetzes bedeuten.
In Kooperation mit dem Netzwerk Natur der MA 22 wurde das gesamte Areal noch attraktiver für seltene und gefährdete Tiere gemacht. Seit 2010 wird der Friedhof daher als Umweltfriedhof geführt, in dem Tiere und Pflanzen einen weitgehend ungestörten Lebensraum finden. Sieben Areale wurden
mit viel Sachkenntnis angelegt und locken Feuersalamander, Springfrösche, Fledermäuse und Co an. Eine Verbauung mit Hochbauten würde deren Lebensraum im höchsten Maße gefährden und widerspricht den  Zielsetzungen der MA 22.

Aus den erwähnten Gründen wird eine Umwidmung des Gärtnereiareals im Friedhof von der Döblinger Bezirksvertretung abgelehnt.

Angenommen mit folgenden Stimmen: 

  • ÖVP – Ja
  • SPÖ – Nein
  • Grüne – Nein
  • FPÖ – Ja

Döblinger Bezirksvertretung, 25.09.2014:
Resolutionsantrag  Neustifter Friedhof –  
 S/19/1357756/14
ÖVP mit Unterstützung FPÖ 

Gemäß § 24 der Geschäftsordnung für Bezirksvertretungen stellen gefertigte Bezirksrätinnen und Bezirksräte in der Sitzung am 25.09.2014 folgenden
ANTRAG

Die Döblinger Bezirksvertretung möge beschließen:
Die Amtsführende Stadträtin für Umwelt Mag.a Ulli Sima wird höflich ersucht, die in ihre Agenden fallenden Befugnisse zu nutzen, um die geplante Verbauung der Gärtnerei im Friedhof Neustift am Walde durch sachliche Stellungnahmen zu verhindern.
Begründung:
Die geplante Verbauung des derzeitigen Friedhofareals liegt zwar im benachbarten Bezirk Währing, jedoch wird dies immer mit Neustift am Walde und somit mit Döbling assoziiert. Außerdem liegt der Neustifter Friedhof in der Katastralgemeinde Neustift am Walde und somit eindeutig auf dem Gebiet
des „Biosphärenpark Wienerwald“.
Die geplante Umwidmungsfläche liegt im von der UNESCO im Juni 2005 international anerkannten Gebiet des einzigartigen „Biosphärenpark Wienerwald“. Eine Umwidmung des derzeit als „F“ (Friedhof) gewidmeten Gebietes in Bauland ist mit den Zielsetzungen des Wiener Biosphärenparkgesetzes nicht vereinbar und würde einen Bruch
dieses Gesetzes bedeuten. Der Friedhof liegt in der sogenannten Entwicklungszone, in der Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung mit dem Ziel, Ressourcen schonende  Nutzungsweisen zu entwickeln, die den Ansprüchen von Mensch und Natur gleichermaßen gerecht werden.
Die Mitglieder der Biosphärenpark-Generalversammlung, Stadträtin Mag.a Ulli Sima und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, stehen voll hinter diesen Zielen und haben sich wiederholt mit viel Engagement für die Erhaltung der Grünräume eingesetzt.
In Kooperation mit dem Netzwerk Natur der MA 22 wurde das gesamte Areal noch attraktiver für
seltene und gefährdete Tiere gemacht. Seit 2010 wird der Bergfriedhof daher als Umweltfriedhof geführt, in dem Tiere und Pflanzen einen weitgehend ungestörten Lebensraum finden. Sieben Areale wurden mit viel Sachkenntnis angelegt und locken Feuersalamander, Springfrösche, Fledermäuse
und Co an. Im Folder „Umweltfriedhof Neustift“ der Friedhöfe Wien wird in der Gärtnerei sogar ein Biotop ausgewiesen. Eine Verbauung mit Hochbauten würde deren Lebensraum im höchsten Maße gefährden und widerspricht den Zielsetzungen der MA 22.

Aus den erwähnten Gründen wird eine Umwidmung und mögliche Verbauung des Gärtnereiareals von der Döblinger Bezirksvertretung abgelehnt.

Angenommen mit folgenden Stimmen: 

  • ÖVP – Ja
  • SPÖ – Nein
  • Grüne – Nein
  • FPÖ – Ja

 


Währinger Bezirksvertretung, 18. 09. 2014:
Resolutionsantrag Umwidmung Neustifter Friedhof
ÖVP Währing

Der unterfertigte Bezirksrat bringt zur Sitzung der Bezirksvertretung Währing am 18. September 2014 nachfolgenden Resolutionsantrag ein.

Der Bau von Wohnungen im sensiblen Bereich des Neustifter Friedhofs erscheint aus mehreren Gründen ablehnungswürdig. Schon aus Pietätsgründen ist die Vorstellung einer belebten Wohnhausanlage inmitten eines Friedhofsgeländes abzulehnen. Trauergästen soll die Abschiednahme in einem würdevollen Ambiente möglich sein. Zudem findet am Neustifter Friedhof, neben Feuersalamandern, Springfröschen, Fledermäusen und z. B. Blindschleichen Europas größter Falter, das Wiener Nachtpfauenauge mit bis zu 4 Zentimetern Flügelspannweite, den idealen Lebensraum“ Ziel des damaligen Projekts ,,Umweltfriedhof'“ war es u. a., den Tieren Lebensraum zu bieten und Friedhofsbesucherlnnen ein echtes Naturerlebnis in der Stadt zu ermöglichen. Ein Wohnblock inmitten des Friedhofs widerspricht auch diesen Zielsetzungen. Das Grundstück wurde längst verkauft und jetzt soll nachträglich die passende Widmung durchgedrückt werden. Viele Anrainerinnen und Anrainer und auch zahlreiche Hinterbliebene die lhre Familienmitglieder dort bestattet haben sind zutiefst empört. Die Bezirksvertretung von Währing spricht sich daher entschieden gegen die geplante Umwidmung und gegen jede Bautätigkeit im Sinne der geplanten Widmung an Neustifter Friedhof aus.

Abgelehnt mit folgenden Stimmen: 

  • ÖVP – Ja
  • SPÖ – Nein
  • Grüne – Nein
  • FPÖ – Ja

An die Bezirksvertretung Wien, am 02.09.2014 für den 18. Bezirk 

Der Klub der freiheitlichen Bezirksräte Währings erlaubt sich  folgende R E S O L U T I O N

in der heutigen Bezirksvertretungssitzung zu stellen und ersucht um
breitestmögliche Unterstützung sowie Beschlussfassung:

Die Bezirksvertretung Währing spricht sich für die Erhaltung und Bestandsicherung der derzeitigen Grünland/Friedhöfe Flächenwidmung des Areals der Friedhofsgärtnerei am Neustifter Friedhof aus und lehnt die
geplante Flächenumwidmung in „Bauland Wohngebiet“ nachdrücklich ab.

B e g r ü n d u n g :
Laut Antrag der MA 21 Magistrat der Stadt Wien vom 08.07.2014 soll am  Areal der Friedhofsgärtnerei am Neustifter Umwelt – Friedhof durch eine Modifikation des derzeit gültigen Flächenwidmungsplanes ein ortsverträglicher Entwicklungsspielraum für eine künftige Wohnnutzung, Bauklasse II geschaffen werden.
Aktuelle Widmung ist GRÜNLAND/FRIEDHÖFE.
Bauklasse II bedeutet 9 M Gebäudehöhe sowie eine Dachhöhe von 4,5 M (in Summe 13,5 M), mit  Abweichungen kann es auch höher gehen.
Auf dem seit 2010 als Umweltfriedhof ausgewiesenen Neustifter Friedhof sollen auf rund 7.000 QM und reiner Baufläche von 2.300 QM eine Wohnanlage mit fünf mehrstöckigen Wohnblocks errichtet werden, mit einem Volumen von 70 – 80 Wohneinheiten.

Es gibt bereits seit Jänner 2014 einen „Gründruck“ der MA 21 wo eine beabsichtigte Gestaltung und Umwidmung, allerdings noch in Widmungskategorie Bauland/Wohngebiet Bauklasse I, mit einer Gebäudehöhe von 7,5 M und einer Dachhöhe von 4,5 M vorgeschlagen wird.
Mit Bauklasse II beabsichtigt man noch höher zu bauen !
Bereits verkauft wurde die Liegenschaft Gärtnerei von der Friedhofs GmbH an den Wohnfonds Wien, wo lt. „Homepage“ des Wohnfonds bereits ein Bauträgerwettbewerb 18., Pötzleinsdorfer Höhe ausgeschrieben ist.
Mittlerweile wurde die Gärtnerei platt gemacht, Sträucher entfernt und auch das BIOTOP wurde am 05.09. wegrationalisiert.
Durch den geplanten Bau ist die Zerstörung von Lebensraum und Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen vorprogrammiert, die bisher einen weitgehend ungestörten Lebensraum vorfinden.
Wie wir im letzten Bauausschuss bei der Vorstellung des geplanten Projektes von einem Vertreter der MA 21 erfahren durften, gab es im Vorfeld zumindest kritische Einwände der MA 22 (Umweltschutzabteilung) betreffend Umwidmung in Bauland/Wohngebiet.
Bemängelt wurden u.a. die Siedlungsgrenze bzw. liegt eine Einschränkung des
Grüngürtels vor.
Durch das vermehrte Verkehrsaufkommen am Bergfriedhof ist eine gravierende und nachhaltige Lärm- und Luftverschmutzung durch KfZ-Schadstoffe gegeben. Das hat eine Beeinträchtigung der Lebensqualität zur Folge. Durch die Novellierung der BO Wien, wo festgeschrieben ist, dass erst ab 100 QM Nutzfläche eine Garagenverpflichtung besteht wird
der Stellplatzdruck enorm werden.
Es darf auch auf die miserable Infrastruktur in Bezug auf öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten, Arzt, Apotheke etc. verwiesen werden, wodurch die Bewohner zukünftig vermehrt auf ihr Auto zurückgreifen müssen.
Da sich in unmittelbarer Nähe des geplanten Bauprojektes Gräberanlagen befinden, muss von einer Störung der Friedhofsruhe und Totenruhe, sowohl während der Bauzeit, als auch bei der folgenden Nutzung, ausgegangen werden.
In den Visionen des „Step 2025“ ist festgeschrieben, dass vorausschauende Rahmenbedingungen geschaffen werden sollen für Erhaltung und Schaffung qualitätsvoller Frei- und Grünräume für Erholung und Freizeit. Dies steht eindeutig im Widerspruch zum geplanten Bauprojekt am Umwelt-Friedhof !

Fest steht, dass das Landschaftsbild bzw. das Ortsbild durch die Bebauung nachhaltig und negativ beeinflusst wird.
für den Klub freiheitlichen Bezirksräte:
Georg Köckeis
Klubobmann

Abgelehnt mit folgenden Stimmen: 

  • ÖVP – Ja
  • SPÖ – Nein
  • Grüne – Nein
  • FPÖ – Ja